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Bobath: Ist ein Eigenname. Das Ehepaar Frau Dr. h. c. Berta Bobath (* 1906 Berlin | † 1991 London) und Dr. med. Karel Bobath (*1907 Berlin | † 1991 London) sind die Gründer des Bobath-Konzeptes.
Bobath-Konzept: In der Behandlung von Menschen mit neurologischen Erkrankungen ist das Bobath-Konzept eines der verbreitetsten Therapiekonzepte. Es basiert einerseits auf neuro-psychologischer Grundlage, geht andererseits aber von einem Ansatz aus, der den Menschen in seiner ganzen Persönlichkeit einbezieht. Dies bedingt eine enge Zusammenarbeit sowohl der beteiligten Fachdisziplinen wie Physio-, Ergotherapeuten, Logopäden, Neuropsychologen, Ärzte, Sozialarbeiter und Pflegekräfte untereinander als auch mit den Angehörigen und den Betroffenen selbst.
Das Bobath-Konzept wird seit über 50 Jahren durch die IBITA5 weiterentwickelt. Es ist eine lösungsorientierte Herangehensweise an die Befundaufnahme bei und die Behandlung von Menschen mit funktionellen Störungen, Bewegungsstörungen und Störungen der Haltungskontrolle aufgrund einer Schädigung des Zentralen Nervensystems.
Die Basis heutiger praktischer Behandlung bildet der aktuelle Wissensstand über:
- die der Bewegung dienende (motorische) Kontrolle
- das motorische Lernen
- die neuralen (zu den Nerven gehörende) und muskulären Lernprozesse des Gehirns und Rückenmarks sowie
- die Biomechanik (die Lehre von den mechanischen Vorgängen) des menschlichen Bewegungsapparates.
Bobath-Kurse: Kurse, in denen Ergo-, Physiotherapeuten, Logopäden, Pflegekräfte und Ärzte die Befundaufnahme und Behandlung bei neurologischen Erkrankungen lernen können.
Bobath-Therapie: Diese Therapieform richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit angeborenen und erworbenen Störungen des zentralen Nervensystems, sensomotorische Auffälligkeiten, kognitiven Beeinträchtigungen und anderen neurologischen Erkrankungen. Dieser neurophysiologische Ansatz ist von den Krankenkassen anerkannt.
Bobath-Senior-InstruktorInnen: IBITA-Instruktorinnen7 sind nominiert und qualifiziert, Physio- und Ergotherapeutinnen nach erfolgreicher Ausbildung zu IBITA-Instruktorinnen zu befähigen.
Facio-Oraler Trakt: Gesichts- und Schluckbereich
IBITA: Internationale Bobath Instruktor Tutor Association (IBITA) ist eine internationale Vereinigung für die neurologische Rehabilitation Erwachsener. Eingetragen als eine Körperschaft öffentlichen Rechtes der Schweiz mit Sitz in St. Gallen. Das Büro ist in den Niederlanden. Quelle: www.ibita.org
IBITA-InstruktorIn | Bobath-Instruktorin: ist eine Physio- oder ErgotherapeutIn, die sich einer mindestens fünf jährigen berufsbegleitenden Ausbildung in der Befundaufnahme und Behandlung Erwachsener Patienten mit neurologischen Erkrankungen gewidmet hat und diese durch eine internationale Qualifikation abschließen konnte.
IBITA anerkannte Bobath-Grundkurse: sind Zertifikatskurse, in denen Physio- und Ergotherapeuten die Befundaufnahme und Behandlung Erwachsener mit neurologischen Erkrankungen lernen können. Die erfolgreiche Teilnahme an den 15-tägigen Kursen (mit 110 Zeitstunden) berechtigt Physiotherapeuten, die erlernten therapeutischen Leistungen nach Bobath gegebenenfalls bei den Kassen speziell abzurechnen. Quelle: www.VeBID.de und www.ibita.org
ICF: Bei der ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) handelt es sich um klinisch-diagnostische Bezeichnungen, die zur Erleichterung der Kommunikation zwischen Therapeuten, Pflege und Ärzten, Psychologen, Logopäden, Sozialarbeitern, Krankenkassen, Patienten/Klienten und Angehörigen angewandt werden. Die ICF wurde 2001 von der WHO verabschiedet.
Klinisch therapeutische Supervision: Beratung von TherapeutInnen und PatientInnen. Diese Beratung findet während einer Therapiestunde durch eine von der IBITA5 ausgebildete Instruktorin statt. Die klinisch therapeutische Supervision wird in Rehabilitationskliniken, Physio-, Ergotherapiepraxen und ambulanten Rehabilitationszentren als praxisbegleitende Weiterbildung zur Qualitätssicherung der Behandlungen durchgeführt.
Logopädie: Sprachtherapie
Osteopathieausbildung: Nach den Vorgaben der BAO (Bundesarbeitsgemeinschaft Osteopathie) beträgt die berufsbegleitende Ausbildung mindestens vier Jahre und findet in Wochenendseminaren statt. Insgesamt müssen die Schüler mindestens 1.350 Unterrichtstunden absolvieren. Der Unterricht ist aufgeteilt in Theorie und Osteopathie und umfasst medizinische Grundlagenfächer wie Anatomie und Physiologie sowie das Erlernen der verschiedenen osteopathischen Techniken. Eine Abschlussarbeit und eine Abschlussprüfung beenden die Ausbildung.
Die mindestens vierjährige Ausbildung ist notwendig, um einerseits die vielen Bereiche der Osteopathie als eigenständige und wirksame Form der Medizin zu erlernen und andererseits die eigenen Hände zu extrem feinfühligen Instrumenten zu schulen. Quelle: Verband der Osteopathen Deutschland e.V. mit Sitz in Wiesbaden Osteopathie: Das Arbeitsmittel der osteopathisch arbeitenden TherapeutIn sind die Hände; Fingerspitzengefühl ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie. Die TherapeutIn löst mit ihren Händen Fixierungen, Verspannungen und Blockierungen im Körper. Die TherapeutIn sucht nach den der Störungen zugrunde liegenden Ursachen, und behandelt diese auf sanfte Art und Weise. Partizipation: Teilhabe im privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Lebensbereich.
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